Unser Bewußtsein hat Einfluß auf die Realität und wir haben die Fähigkeit, sie aktiv mitzugestalten – das ist eine zentrale Prämisse unseres Abenteuers. Damit wir dabei nicht völlig planlos unterwegs sind und strategisch vorgehen können, lohnt es sich, sowohl eine Landkarte als auch eine Vision zu haben, an denen wir uns orientieren können: Wie sieht das Terrain vor uns aus und wofür zaubern wir überhaupt?

Meine Ausrichtung besteht darin, an einer lebenswerten Zukunft für uns alle mitzuwirken. Um mich bei dieser Vorgehensweise besser zurechtzufinden, greife ich u. a. auf die Ergebnisse zurück, die in einem großangelegten Zukunftsprojekt auftauchen, das ich seit 2014 zusammen mit meinem Freund und Kollegen Rudolf Stark betreibe und an dem befreundete Magier, die Remote Viewer der Academy of Mind und weitere interessierte Menschen beteiligt sind. In mittlerweile über 100 interdisziplinären Arbeiten ergaben sich erstaunlich kohärente Aussagen, mit denen wir im Herbst 2017 erstmals an die Öffentlichkeit gingen, und zwar in der CROPfm-Sendung „Eine neue Zukunft sehen“.

Illustration: Matthias Töpfer >> www.bilderdaemmerung.de

In dieser Sendung stellten wir auch eine Metapher vor, die für uns die kommende Zeit am besten beschreibt – nämlich die eines kollektiven Trips. Wir gingen davon aus, daß er mit 2020 so richtig losgehen würde. Inzwischen sind wir ehrlich verblüfft, wie treffsicher wir da waren. Inzwischen scheint sich sogar eine Beschleunigung abzubilden: Die Landmarken, die wir (und auch andere Menschen, die gar nichts von unserem Projekt wissen, auf ihren jeweiligen Fachgebieten) immer wieder beschrieben haben, rücken offensichtlich viel näher zueinander, so als ob die Timelines zusammengestaucht würden – die Ereignisse überschlagen sich beinahe.

Wir spürten bereits letztes Jahr, daß wir uns „warm anziehen“ und umsichtig vorgehen müssen, um die Wellen dieses Trips möglichst gelassen und freudvoll zu surfen. Dafür gaben wir in einem Video auf unserem YouTube-Kanal Reicher & Stark einige konkrete Tips:

7 Strategien, um Weirdmageddon zu überstehen

Mittlerweile halte ich diese Vorgehensweisen für noch wichtiger als noch vor einem Jahr. Die Landkarte, die sich aus den divinatorischen Arbeiten in unserem Zukunftsprojekt ergab, hat mir sehr geholfen, von den Auswirkungen der Ereignisse dieses Jahres nicht überrollt zu werden … sie waren eben nicht unvorhergesehen.*

Die Informationen sind schon da. Um sie zu erhalten und besonnen zu interpretieren, ist es unerläßlich, unsere außersinnlichen Wahrnehmungsfähigkeiten zu schulen. Sie sind ganz natürlich in uns angelegt. Wie du sie freisetzt und übst, erfährst du im Theurgion-Kurs:

Ja, ich möchte meine Hellsinne entdecken und trainieren!

Je besser wir uns auf unsere eigenen Wahrnehmungen verlassen können, um so weniger laufen wir Gefahr, blinder Panikmache auf den Leim zu gehen und können unsere Energie dafür einsetzen, das labile Gleichgewicht, in dem wir uns zur Zeit befinden, in eine utopische Richtung kippen zu lassen.

* Trotzdem ärgere ich mich über willkürliche und unverhältnismäßige Maßnahmen und leiste Widerstand gegen die totalitaristische Aushöhlung unserer Grundrechte.

Kategorie: Corona-Krise, Theurgion

Als der Prophet Mohammed das erste Mal den Engel Gabriel in seiner wahren Gestalt erblickte, sagt man, erkannte er, daß jeder seiner 600 Flügel den gesamten Himmel verdeckt.

Von den Engeln, die den Thron Gottes tragen, heißt es, daß ein Vogel im Sturzflug 700 Jahre brauchen würde, um die Strecke von ihren Ohrläppchen bis zu ihrer Schulter zurückzulegen.

Das Aussehen der höchstrangigen Engel wird definitiv fremdartig beschrieben: Die sechs Flügel der Seraphim (wörtlich der „Brennenden“) sind mit zahlreichen Augen besetzt … und in anderen Darstellungen bestehen sie einfach nur aus Flügeln. Die Cherubim haben vier Gesichter und die Throne erscheinen als Rad in einem Rad, und aus ihren Kanten blicken hunderte Augen. Jup, Engel sind weird. Und mächtig.

Ein Seraph in einem mittelalterlichen Manuskript

Ein Freund, der inzwischen verstorben ist, erzählte mir davon, wie er das direkte Eingreifen (s)eines Engels erlebt hatte: Es war kurz nach Kriegsende, er war zusammen mit anderen Soldaten in einem Lager, das vom russischen Militär streng bewacht wurde. Mehrere bewaffnete Wachposten patrouillierten auf den Mauern, die Wachtürme waren ständig besetzt, sie hatten nur wenige Minuten am Tag, in denen sie sich im Hof aufhalten durften. Es war klar, daß sie bald nach Sibirien in ein Arbeitslager versetzt würden.

Während dieser wenigen kostbaren Minuten im Hof sah er einmal, daß die Tore offenstanden; möglicherweise wurde gerade etwas angeliefert. Kurz darauf überkam ihn eine absolute Ruhe und er hörte ganz deutlich eine Stimme neben sich, die sagte: „Geh jetzt raus.“ Wie in Trance bewegte er sich auf das offene Tor zu, langsam, aber zielsicher. „Jemand muß die Wachen mit Blindheit geschlagen haben“, sagte er mir, „anders kann ich es mir nicht erklären – aber ich bin bei hellichtem Tag, unbemerkt und unbehelligt aus diesem Lager rausspaziert und konnte einem trostlosen Schicksal entrinnen.“

Als Magier kann dir die übernatürliche Anleitung und Kraft der Engel nicht nur hin und wieder zugute kommen, du kannst sie bewußt wählen und dich von ihnen unterstützen lassen:

Ja, ich möchte die Hilfe der Engel in Anspruch nehmen!

Mögest du die Stimme deines Schutzengels immer gut vernehmen und dich auf all deinen Wegen behütet fühlen!

Kategorie: Theurgion

Wäre es nicht praktisch, an manche Aufgaben nicht ständig denken zu müssen und auslagern zu können? So ein magisches Helferlein zu haben, das ein absoluter Spezialist auf seinem Gebiet ist, dir die Arbeit erleichtert und dir hilft, dein Ziel zu erreichen?

Das sich zum Beispiel darum kümmert, deinen energetischen Schutz zu überwachen und dich rechtzeitig warnt, wenn Gefahr im Verzug ist? Das dir Kontakte und Aufträge zuschanzt? Das dir Hinweise eingibt, wie du auf heikle Situationen souverän reagierst? Das dich daran erinnert, unliebsame Aufgaben zu erledigen, die du gern vor dir herschiebst und dich auch bei deren Erledigung unterstützt?

„How might I be of service?“

Es gibt Möglichkeiten, solche Wesen nach deinen Wunschvorstellungen zu erschaffen und sie Aufträge für dich ausführen zu lassen. Der Begriff, der sich (insbesondere durch die Chaosmagie) für sie eingebürgert hat, ist „Servitoren“. Sie sind bis zu einem gewissen Grad bewußt und autonom und erledigen ihren Job entsprechend deiner Vorgaben. Sie können aber auch ein kapriziöses Eigenleben entwickeln und störrisch werden, wenn du sie schlecht behandelst.

Dementsprechend sind die Beschreibungen ähnlicher dienstbarer Geister und Homunkuli in der Geschichte der Magie keine Seltenheit – und gehen oft mit entsprechenden Mahnungen einher: Wer mit diesen Wesen nicht richtig umzugehen weiß, muß mit einem folgenreichen Nachspiel rechnen. Man denke etwa an Goethes Zauberlehrling, den rasenden Golem … oder die Schwierigkeiten, die sich durch meine Lieblings-Idee eines „magischen Hausangestellten“ ergeben, eines Ondageists.*

Um dabei etwaige Klippen zu umschiffen, kannst du auf bestehende Systeme zurückgreifen (wie die Forty Servants von Tommie Kelly) oder einem erprobten Vorgehen folgen, um so einen Dienstgeist aus deiner Geisteskraft zu formen und für spezielle Aufgaben zu „programmieren“. Ich stelle es im Theurgion-Kurs vor:

Ja, ich möchte mit Servitoren zusammenarbeiten!

Dort erfährst du auch, was es mit ähnlichen Wesen wie Familiaren, Psychogonen, Tulpas und Egregores auf sich hat und wie das Zusammenspiel mit solchen Spirits möglichst zu einer Win-win-Situation für alle wird.

* Eine Schöpfung von Terry Pratchett. Ein Ondageist ist das Gegenteil von einem Poltergeist und hat eine zwanghafte Obsession für Sauberkeit und Ordnung. Es macht ihn glücklich, Dinge wieder an ihren Platz zu bringen; das ist im Haushalt überaus nützlich, weil er stets aufräumt, kann aber auch lästig werden, weil er so pedantisch ist, daß er damit nie aufhört. Um in Ruhe kochen zu können, muß man zum Beispiel Salz und Zucker in einer Schüssel verrühren, damit er eine Zeitlang beschäftigt ist, die einzelnen Körner wieder auseinander zu picken und in ihre jeweiligen Gefäße zu befördern, während man das Essen zubereitet.

Kategorie: Theurgion

Als ich in Süditalien lebte, wurde ich wie alle um mich herum von der Stimmung an Ferragosto mitgerissen: Es ist einer der wichtigsten Feiertage das Landes – fast das gesamte behördliche Leben kommt da zum Erliegen und überall gibt es Prozessionen, Feuerwerke und Festlichkeiten jeder Art. Ferragosto fällt auf den 15. August, an dem die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt begeht und vielerorts auch der Kräuterbuschen gesegnet wird. Dieses Fest haben wir auch in Österreich unlängst gefeiert … und kurz darauf wurde mir diese Geschichte erzählt:

Maria ist u. a. auch eine Mondgöttin (ähnlich wie Hekate); einer Legende nach wurde sie bei Ephesus in den Himmel aufgenommen, wo auch ein berühmtes Heiligtum der Artemis stand, einer weiteren wichtigen Mondgöttin.

Kurz nach dem Krieg, im Alter von 5 Jahren, war die Mutter eines Freundes mit ihrer Urgroßmutter im Wald spazieren, es war nahe der slowenischen Grenze. Sie fand beim Spielen eine Eierhandgranate und drehte daran herum, bis sie zu ticken begann. Ihre Urgroßmutter rief ihr noch zu, sie solle das Ding wegwerfen – und sie zielte auf einen Baum neben ihr. Deswegen wurde die alte Frau auch verschont, als die Granate am Stamm aufprallte und in die Luft ging, aber das Mädchen selbst stand direkt im Kegel der Explosion. Sie brannte und die ganze Vorderseite ihres Körpers war aufgerissen.

Wie durch ein Wunder hörte ein Zöllner, der zu dem Zeitpunkt in der Nähe mit seinem Rad unterwegs war, den Schrei der Urgroßmutter. Von seiner Station aus konnte er den Arzt benachrichtigen, das Mädchen wurde über die desolaten Straßen mit einem Ochsenfuhrwerk bis Ferlach und von dort mit der Rettung nach Klagenfurt ins Krankenhaus gebracht, wo sie monatelang im Sauerstoffzelt verbringen mußte. Einer ihrer Finger hing nur noch an einem dünnen Hautfaden, konnte aber gerettet werden. Und ein Splitterteil der Granate blieb in ihrem Taufketterl mit dem Abbild der Hl. Maria stecken – einen Millimeter vor dem Herzen. Wie im Film. Ihre Urgroßmutter war eine zutiefst gläubige Frau mit einer natürlichen Religiosität und vollkommenem Gottvertrauen, fügte die heute 74-Jährige hinzu, als sie mir davon berichtete. Ihr altes Gebetsbüchl hat sie vererbt bekommen und hält es in großen Ehren.

Die eingedellte Vorderseite des Taufketterls, dem das Mädchen ihr Leben zu verdanken hat.

Gerade Heilige (jeder Religion!) sind ein großartiges Beispiel dafür, wie sich magische Interaktion mit den Spirits nicht nur auf feinstoffliche Ebenen beschränkt – sondern sich ganz unmittelbar und hilfreich in unserem Alltag auswirkt.

Im Theurgion-Kurs zeige ich dir, wie du praktisch mit Heiligen arbeiten kannst. Zum einen anhand des Schutzpatrons für Dinge, die schnell erledigt werden müssen, St. Expeditus – den kannst du anrufen, wenn es um Erfolg in bürokratischen oder Rechtsangelegenheiten geht, wenn du dringend Geld benötigst oder generell Hilfe in Situationen brauchst, die keinen Aufschub mehr erlauben. Und zum anderen anhand des Schutzpatrons der Magier, St. Cyprian, der gegen Dämonen, Verhexung und andere Übel hilft und dich auf deinen eigenen magischen Erkundungen begleitet und inspiriert, wenn du dich an ihn wendest:

Ja, ich will mehr über die Arbeit mit Heiligen lernen!

Gibt es Heilige, zu denen du eine spezielle Verbindung hast … oder gerne hättest? Im Normalfall erweisen sie sich als sehr zugänglich und entgegenkommend; diese Chance sollten wir nutzen!

Kategorie: Theurgion

Letztes Mal habe ich über Hekate geschrieben – unter anderem ist sie die Wächterin der Unterwelt und ermöglicht in dieser Funktion auch den Kontakt mit den Geistern der Toten. Das könnte ein weiterer Grund sein, weshalb sie in letzter Zeit so auf sich aufmerksam macht; immerhin haben wir in unserer Kultur nur noch wenig aktiven Bezug zu unseren Ahnen. Dabei zählen sie mit zu den zugänglichsten und wohlwollendsten Spirits: Mit ihnen haben wir schon eine Beziehung. Wir sind ihre Nachkommen und grundsätzlich wollen sie, daß es uns gut geht. Sie freuen sich, wenn wir aus den Gaben etwas machen, die sie uns mitgeben … und allein, wenn ich mir anschaue, was ich meinen unmittelbaren Vorfahren zu verdanken habe, tut sich ein großer Schatz auf.

Meine Urgroßmutter kannte sich mit Heilkräutern und Wurzeln aus. Es kommt vor, daß ich mich ganz unerwartet intensiv mit einer Pflanze auseinandersetze oder intuitiv weiß, welcher Tee, welches Bad oder ätherisches Öl jetzt gerade hilfreich wäre – da spüre ich ihre freundliche Hand im Hintergrund. Ihr Sohn, mein Großvater, beschäftigte sich sein Leben lang mit Okkultismus und schenkte mir meine ersten Bücher dazu, als ich acht oder neun Jahre alt war. Ihm gefällt die Bibliothek, die ich inzwischen aufgebaut habe. Vor allem hat er mir jedoch die Selbstverständlichkeit und Bodenständigkeit vermittelt, mit der er an magische Dinge herangegangen ist; das hat mir gezeigt, wie normal und eingeflochten in den Alltag das alles ist, und diese Haltung kann ich jetzt selbst in meinen Kursen weitergeben.

Meine Urgroßmutter – Kräuterweibl, Hexe und begabte Zitherspielerin

Neben all dem bin ich mit Geschichten aufgewachsen: Opa hat mir geschildert, was für ein Lausbub er in seiner Kindheit gewesen ist und wie er im Krieg überlebt hat. Mein Vater hat von seinen Abenteuern in Kanada und auf seiner Weltreise erzählt, meine Mutter hat mir immer vor dem Einschlafen vorgelesen und mir die Klassiker der Weltliteratur nahegebracht.

Und insbesondere die Vormittage meiner frühen Kindheit waren unschätzbar! Die habe ich mit meiner Großmutter verbracht. Zwischen den Erledigungen für den Haushalt hat sie jeden Tag Zeit gefunden, mir ein Märchen aus dem alten Buch der Gebrüder Grimm vorzulesen, das schon meiner Mutter gehört hatte. Danach haben wir die Geschichte noch einmal mündlich nacherzählt und im Anschluß daran haben wir sie nachgespielt und die Küchengegenstände dafür als Requisiten benutzt. Das ging so lange, bis das Märchenbuch zu Ende war und meine Oma sich eigenständige Geschichten hat ausdenken müssen. Wenn ich eins von ihr gelernt habe, dann daß Phantasie nicht nur dafür eingesetzt werden kann, der Realität zu entfliehen, sondern auch, um eine schönere zu erschaffen.

Mein Großeltern kurz nach ihrer Hochzeit – beide begnadete Geschichtenerzähler

Es braucht nicht viel, um den deinen Ahnen zu begegnen: Stell ihnen frisches Wasser, Kerzen und ihren Lieblingskaffee oder -tabak hin, spiel ihnen ein Lied vor, das sie gemocht haben. Erzähl ihnen von deinem Tag, bitte sie darum, dir bei deinen Problemen behilflich zu sein. Bring die Opfergaben einen Tag später den Spirits des Landes. Diese kleinen regelmäßigen Kontakte mit deinen Ahnen machen oft mehr für dich als großangelegte Zeremonien … in jedem Fall unterstützen sie diese auch massiv. Wenn du eine gute Beziehung mit ihnen etabliert hast, leisten dir deine Ahnen generellen Beistand, auch wenn du nicht explizit danach fragst. Das Leben funktioniert dann einfach besser. Im Theurgion-Kurs erfährst du noch genauere Hinweise dazu:

Ja, ich will den Kontakt zu meinen Ahnen erneuern!

Welche Geschenke haben deine Ahnen dir mit auf den Weg gegeben? Welches Potential könnte sich da noch erschließen?

Kategorie: Theurgion

Wir stehen kollektiv an einer Weggabelung. Das alte System löst sich zusehends auf und es ist noch nicht absehbar, in welche Richtung es weitergehen wird. Wir befinden uns zwischen den Welten und sind nicht nur angehalten, uns zu orientieren, sondern auch unsere magischen Impulse für eine lebenswerte Zukunft ins Feld einzubringen. Dabei sind wir nicht allein; wohlwollende und mächtige Spirits stehen uns zur Seite!

Eine Wesenheit, die in den letzten Wochen vehement auf sich aufmerksam macht, ist Hekate – kein Wunder, ist sie doch eine Göttin der Wegkreuzungen und des Übergangs … und der Magie. Fast täglich höre ich inzwischen, wie sie unzweideutig ins Leben von Praktizierenden unterschiedlicher Traditionen tritt: Von plötzlich auftauchendem Interesse an Hekate ist da die Rede, von Zaubern, die sie unterstützt und Geschenken, die sie gewährt, vom Bedürfnis, Gebete und Opfergaben an sie zu richten. Erstaunlich viele Teilnehmer der Magieschule berichten von intensiven Erlebnissen mit ihr und auch mir selbst ist sie im Zuge eines berührenden Rituals zur Sommersonnenwende erschienen (in dieser Sendung von Reicher & Stark erzähle ich davon).

Hekate, die Dreigestaltige. Sie schart gerade ihre Begleiter um sich.

Im Theurgion-Kurs findest du auch eine Audio-Datei mit einer aktiven Imagination – einer geführten Reise zur Begegnung mit Hekate. Es war eine recht spontane Entscheidung, sie in den Kurs einzubauen und ich habe sie auch wie in Trance geschrieben. Wenn ich jetzt vier Monate später darauf zurückblicke, bekomme ich Gänsehaut: Es ist, als hätte sie mich dafür ausgewählt und angeleitet, einen weiteren Zugang zu ihrer Domäne zu ermöglichen, weil sie wußte, daß er gebraucht wird.

Hekate ist eine Torhüterin. Sie eröffnet dir Zutritt zu allen Welten und beschützt dich beim Überschreiten von Schwellen. Sie kann dir Kontakt zu Verstorbenen gewähren. Sie erblickt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und läßt dich bei deiner divinatorischen Arbeit daran teilhaben, sie schenkt Glück und Wohlstand. Gerade in der aktuellen Zeit halte ich ihre Unterstützung für äußerst wertvoll:

Ja, ich möchte eine Verbindung zu Hekate aufbauen!

Nutzen wir die Zeit, in unsere Mitte und in unsere Kraft zu kommen. Wir werden sie brauchen.

Kategorie: Theurgion

„Pflanzen sind machtvolle Gurus, weil ihr Dasein die reinste Meditation ist. Was tun sie denn anderes, als in absoluter Stille zu verweilen und mit ihrem grünen Laub das Licht der Sonne aufzunehmen- der Sonne, die das ewige, alles erhaltende OM, den Urton der Schöpfung, unablässig aus sich herausströmen lässt. Mit ihrem Netzwerk von Wurzeln sind Pflanzen mit dem Gegenpol zum Himmelslicht, mit der feuchten, dunkeln Erde, mit der Pilzwelt, dem Wasser und den Mineralien, verbunden.“ (Wolf-Dieter Storl auf Facebook, 12. 7. 2020)

So einem machtvollen Wesen habe ich die tiefgreifendste Erfahrung meines Lebens zu verdanken, nämlich Herrn Iboga – in dieser und dieser Sendung auf Reicher & Stark schildere ich die Erlebnisse meiner Initiation, die mich zu einem anderen Menschen gemacht hat.

Tabernanthe iboga – einer der mächtigsten Pflanzenspirits auf diesem Planeten

Das ist jetzt ein Jahr her und nach wie vor erfüllt mich große Ehrfurcht, wenn ich daran zurückdenke. Zeit, darüber zu reflektieren, was sich seither geändert hat! Der nachdrücklichste Wandel betrifft wohl den Umgang mit meinen Gefühlen. Ich kann mein Herz nicht mehr verschließen, um mich vor Verletzungen zu schützen … auch wenn das manchmal durchaus hilfreich wäre. Einerseits kommen mir sehr schnell die Tränen, wenn mich etwas berührt, andererseits bin ich nicht mehr so identifiziert mit emotionalem Schmerz. Etwas hält mich zurück, mich da kraftlos hineinfallen zu lassen und ermöglicht mir stattdessen mehr Ruhe, Klarheit und Achtsamkeit.

Gleichzeitig fühle ich mich tiefer verbunden – sowohl mit den spirituellen Aspekten der Welt als auch mit ihren materiellen Erscheinungen: Pflanzen und Tieren, Menschen und Mineralien, Wäldern, Flüssen, Gebäuden, Fahrzeugen … Ich erlebe mich viel häufiger im Flow und beobachte, wie Dinge mühelos geschehen, die früher anstrengend waren. Überhaupt empfinde ich alles leichter als früher (und bin wahrscheinlich selbst am meisten überrascht davon).

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Theurgion-Kurs: Effektive Kooperation mit den Spirits

Nach wie vor spüre ich die Verbindung zur überragenden Intelligenz von Herrn Iboga. Sie bewirkt eine noch größere Wertschätzung gegenüber den anderen Pflanzen und ich merke deutlicher, welche mir guttun, wieviel von ihnen und in welchem Zusammenhang. Wie wundervoll, hilfreich und weise diese oft unscheinbaren Kräuter am Wegesrand schon sind, wie sehr sie unser Leben bereichern, wenn wir mit ihnen zusammenarbeiten!

Die Blumen, Bäume, Sträucher und Kräuter sind die materiellen Abbilder, der verdichtete Atem, der verstofflichte Segen von uralten Wesenheiten, für die sich die Bezeichnung Pflanzendevas eingebürgert hat. Sie in dein Bewußtsein zu lassen, bedeutet, daß sie gleichermaßen Gast bei dir sind wie du bei ihnen. Wie du sie wahrnehmen und mit ihnen zusammenarbeiten kannst, erfährst du im Theurgion-Kurs:

Ja, ich will mehr über Pflanzendevas herausfinden!

Einige Vertreter aus dem Reich der Pflanzen und Pilze haben die Fähigkeit, uns mit dem Heiligen in Verbindung zu bringen und werden teilweise seit Jahrtausenden in Heil- und Initiationsritualen verwendet. Sie können verhärtete, lebensfeindliche Strukturen in uns aufbrechen, uns mit abgetrennten Anteilen versöhnen und das Göttliche in uns hervorrufen – komm zu meinem Vortrag, wenn du mehr über ihre kulturhistorische Bedeutung und ihr magisches Potential für uns wissen möchtest!

Vortrag am 21. Juli in Graz: Entheogene – Pforten zum Göttlichen in uns
Dienstag, 21. Juli 2020, 18:30 Uhr
Theosophische Gesellschaft Graz
Kaiserfeldgasse 19, 1. Stock, Tür 7
Unkostenbeitrag: 5 Euro

Kategorie: Theurgion, Vortrag

„Bärenleute sind dickschädelig aber klug, scheinbar langsam und brummelig, doch wehe dem, der sie reizt. Sie sind oft von kräftiger, stämmiger Statur und haben, wie ihre tierischen Verwandten, eine Schwäche für Süßigkeiten. Oft tragen die Angehörigen einer solchen Sippe Namen, die auf ihr Totemtier hinweisen.“ So charakterisiert Wolf-Dieter Storl auf S. 45 in seinem hervorragenden Buch Der Bär. Krafttier der Schamanen und Heiler die Bärenmenschen. Und tatsächlich verbirgt sich mein Totem schon in meinem Namen: „Bernhard“ bedeutet wörtlich „der die Kraft des Braunen hat“.

Reißzahn eines Höhlenbären

Im Zuge der Christianisierung wurde der ehemalige König der Wälder nämlich nicht nur durch den Hirsch ersetzt, sondern wie viele weitere heidnische Symbole auch geradezu verteufelt … und war bald so gefürchtet, daß sein Name nicht mehr genannt wurde; stattdessen sprach man euphemistisch nur noch vom „Braunen“, das sich von ahd. „bero“ ableitet; siehe auch Bern oder Berlin mit dem Bär im Wappen. Sein ursprünglicher Name geht auf die proto-indoeuropäische Wortwurzel *h2r̥tḱ- zurück und findet sich z. B. noch im Altirischen art oder Walisischen arth sowie im Griechischen arktós und der Göttin Artemis, die nicht nur mit einem Bärenkult verbunden gewesen sein dürfte, sondern auch Hüterin der Geburt ist. Mit dem Winter verzieht sich Bär ja in die Anderswelt: Er geht in die Höhle, in den Schoß der Göttin, und dort werden auch seine Jungen geboren. Im Englischen ist es gar dasselbe Wort: bear heißt sowohl Bär als auch schwanger sein – er ist der schlafende König, der in der Höhle neue Wirklichkeiten herbeiträumt, um sie dann zu gebären.

Ein von einem Comanchen gefertigtes Perlenarmband mit Bärentatzen, das mir einer Woche nach meiner Bären-Initiation geschenkt wurde

Im Juni 2008 hatte ich ein eindrückliches Initiationserlebnis im Zuge einer schamanischen Reise, das meine immer schon schlummernde Verbindung zu Bär spektakulär wachrief (in diesem Video von Reicher & Stark erzähle ich genauer davon) – seither begleitet er mich auf Schritt und Tritt.

Er ist mein Wächter und Beschützer auf Reisen im Außen und im Inneren, er sorgt für mein warmes und gemütliches Heim, er unterstützt mich beim Umgang mit Einsamkeit, Tod und Wiedergeburt, Transformation und Heilung, er hilft bei der Interpretation von Visionen und der Kommunikation mit anderen Spirits. Als Mensch mit Bärenmedizin brauche ich viel Schlaf und begutachte erstmal alle verfügbaren Informationen und verarbeite sie an einem ruhigen Ort. Bär sagt: „Ich muß in Ruhe darüber nachdenken. Ich melde mich wieder.“ Wenn er dann wieder spricht, kann ich mich absolut darauf verlassen.

Und nach einigen Jahren des Zusammenseins hat er mir gezeigt, wie ich mit seiner Hilfe akute Schmerzen wegnehmen kann. Es ist, wie wenn er meine Hand auf die betroffene Stelle legt und sie sich vor meinem geistigen Auge in seine stilisierte Tatze verwandelt, mit der er die Schmerzen aus dem Körper zieht. Das gelingt erstaunlich oft und nachhaltig.

Möchtest du deine eigenen Tierbegleiter finden? Im Theurgion-Kurs findest du Anregungen dazu:

Ja, ich möchte mehr über meine Tierbegleiter herausfinden!

Sie übertragen ihre Fähigkeiten auf dich und fördern Heilprozesse, sie beschützen dich und helfen dir, dich in den unterschiedlichen Bereichen der Anderswelt zurechtzufinden. Wenn du sie rufst, werden sie in dein Leben treten.

P. S.: Möchtest du speziell an Bärenmedizin teilhaben und mit deiner eigenen Kraft in Kontakt kommen? Ab jetzt gibt es wieder öffentliche Veranstaltungen! Am 2. August zum Beispiel eine Schwitzhütte im Zeichen der Bärenkraft im Südburgenland und am 12./13. September mein Seminar „Komm in deine magische Kraft“ in Hamburg.

Kategorie: Theurgion

Stell dir vor, du kommst zu einer Veranstaltung mit einem exklusiven VIP-Bereich … und wirst vom Türsteher einfach durchgewunken, weil du den Chef gut kennst. So einen Zugang zu besonderen Spirits ermöglicht mir der Kontakt mit einer Wesenheit, die in der Kunstgeschichte als „Grüner Mann“ bezeichnet wird.

Du kennst sicher entsprechende Abbildungen von ihm – es ist ein Gesicht, das aus Blattwerk hervorschaut und aus dessen Mundwinkel sich oft auch Ranken winden. Es ist der personifizierte männliche Teil der Natur, ein Symbol der Fruchtbarkeit und Zeugungskraft.

Green Man

Er ist ein uralter Archetyp: der König der Anderswelt, der Herrscher über die Natur(geister), Jäger, Verführer und Genießer, der stirbt, um erneut geboren zu werden. Und mehr noch. Er ist ein mächtiger Spirit, der in verschiedenen Mythologien auftaucht. Seine Aspekte finden sich u. a. in der Gestalt des Herrn der Tiere, des Pan, Dionysos, Dumuzi, Tammuz, Cernunnos, Dagda und Gwynn ap Nudd, er zeigt sich als Herne the Hunter, Oberon, Freyr oder Erlkönig (von dänisch Ellerkonge = Elfenkönig).

Wenn man so will, ist er meine Hauptgottheit. Schon in meiner Kindheit war ich zutiefst ergriffen, wenn ich Darstellungen von ihm sah; er hatte etwas Ehrfurchtgebietendes an sich, das mich gleichermaßen erschreckte und anlockte. Als ich zum ersten Mal direkten Kontakt zu ihm bekam, befand ich mich in Trance und wurde von ihm „übernommen“. Das war so überwältigend, daß ich beinahe vom Stuhl gefallen wäre, auf dem ich saß und aufgefangen werden mußte. Ich hatte dabei das körperliche Empfinden, wie sich mein Körper geradezu in seinen verwandelte: Es war, als wäre ich drei Meter groß, ich spürte, wie mir Geweih und Hörner aus dem Kopf wuchsen, wie meine Nase zu Nüstern wurde, mit denen ich witterte, meine Haut war über und über mit Spiralen tätowiert, ich hatte spitze Ohren, einen stolzen Phallus und Bocksbeine.

Cernunnos-Büste des Künstlers Neil Sims.

Sein Blick ist streng, aber nicht bösartig. Er tritt majestätisch auf und kann schon mal einschüchternd wirken, obwohl ich ihn als überaus gütig erlebe. Ich erkenne ihn vor allem auch an seinem schallenden Lachen.

Durch unsere Verbindung hat sich mir ein instinktiveres Verständnis für die Heilkraft von Pflanzen erschlossen. Er half mir dabei, meinen Weg zu Beziehungsmodellen zu finden und zu stärken, die mir entsprechen, abseits von stereotypen Vorstellungen, und seine ekstatische Wesensart ließ mich Motive der Heiligen Hochzeit und Sexualmagie besser nachvollziehen (auf die ich bei meinem Interview beim diesjährigen Online-Tantrakongreß etwas eingehe – klick hier für deinen kostenlosen Zugang).

Im Theurgion-Kurs stelle ich dir Möglichkeiten vor, deine Beziehung zu Gottheiten zu vertiefen und magisch zu nutzen:

Ja, ich will Gottheiten für mich entdecken!

Götter gehören zu den Geheimnissen des Universums. Manchmal sind sie das Universum. Ergründen wir es.

Kategorie: Theurgion

Kennst du dieses Gefühl? Eine erwartungsvolle Spannung, die in der Luft liegt. Zuversicht und Vertrauen in deine Fähigkeiten. Und das Wissen, daß du jetzt genau dort bist, wo du sein solltest. Ein Gefühl, das wichtige Entscheidungen begleitet und großen Durchbrüchen vorausgeht. Du bist hellwach und getragen von deiner Bestimmung. Alles fügt sich harmonisch ineinander, du weißt zweifelsohne, was du sagen und tun sollst.

Ich liebe es, davon erfüllt zu sein! Früher dachte ich, daß das nur hin und wieder geschieht, in ganz besonders bedeutsamen Momenten des Lebens. Inzwischen erlebe ich es erstaunlich oft – wenn ich es zulasse. Besonders bei Ritualen, in Coachings oder Seminaren, aber auch in vielen alltäglichen Situationen trete ich da wie durch ein unsichtbares Portal … und erfahre meine Umgebung plötzlich als lebendig und durchströmt. Es ist, als würde alles ein feines Leuchten annehmen und sich mitteilen.

Galadriel
Wie ein andersweltlicher Schimmer …
© WingNut Films / New Line Cinema / Metro-Goldwyn-Mayer

Wer mich gelehrt hat, daß dieser Zustand stets da ist und nur darauf wartet, daß ich in ihn einwillige, ist einer der wichtigsten Spirits in meinem Leben: ein weibliches Wesen, das mich seit vielen Jahren begleitet und das sich unter anderem durch ihr liebevolles Wesen und einen feinen Humor auszeichnet. Mein Herz wird weit, wenn ich nur an sie denke. Wenn ich es mir wieder einmal schwerer mache als nötig, teilt sie mir so etwas mit wie: „Erlaube es dir. Laß es in dein Leben. Du mußt nur zustimmen.“

Sie zeigt mir immer wieder auf, wie ich mir nicht selbst im Weg stehe, sondern ihn freimache für das, was sich durch mich erfüllen möchte. Auf diese Weise habe ich ihr auch einen großen Teil der Inspiration für mein Seminar „Folge deiner Bestimmung“ zu verdanken.

Das ist nur ein kleiner Bereich dessen, woran sie mich mit ihren sanften Hinweisen gerne mal erinnert. Ich empfinde es als unschätzbar, sie ständig an meiner Seite zu haben und mit ihr zu kommunizieren. Auch dir stehen solche Wesen mit ihrer Weisheit zu Verfügung und im Theurgion-Kurs lernst du, wie du mit ihnen Kontakt aufnimmst.

Ja, ich will meine persönlichen Begleiter kennenlernen!

Mehrere Spirits unterschiedlichster Art gesellen sich als Freunde und Gefährten zu dir auf deinem Weg. Und sie freuen sich, wenn du dich mit deinen Fragen und Problemstellungen an sie wendest, das ist ihr Job. Sag ihnen mal Hallo.

Kategorie: Theurgion