Category: Didaskalion


Vorhanden im Geist, faßbar in der Welt

By Magieschule,

Gut ein Monat ist vergangen seit der Veröffentlichung des Phantasmaion-Kurses und der Umstellung auf das neue interne Shop- und E-Learning-System … und inzwischen dürfte alles reibungslos funktionieren! Zusätzlich kümmern wir uns darum, die Magieschule weiter zu verbessern – u. a. ist die Seite jetzt deutlich schneller geworden. Darüber hinaus sind hinter den Kulissen zwei Geheimprojekte in Arbeit, auf die ich mich schon sehr freue und die ebenfalls mit der Magie des Geschichtenerzählens zu tun haben.

Es geschieht zur Zeit also recht viel! Und auch wenn noch nicht alles davon schon zu bemerken ist, bereitet es sich doch vor und wird sich zeigen – so wie ein Myzel unter der Erde wächst oder eine Geschichte im Imaginablen gedeiht und sie ihren Fruchtkörper oder ihre Wirkung entfalten, wenn sie reif sind. Mit den Worten von Victor Hugo (1802-1885): „Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“

Magic waiting to happen
(Psilocybe semilanceata. CC BY-SA 3.0 Autor: Alan Rockefeller)

Als solch eine mächtige Idee erlebe ich das Zauberschloß. Es offenbarte sich mir im Jahr 2000 in einer blitzartigen Inspiration und begleitet mich seither ununterbrochen. Und als letzte Woche das Spezial-Webinar zum Zauberschloß über die Bühne ging, sollte es sich wiederum als Füllhorn an Kreativität und magischen Impulsen entpuppen … und gleichzeitig den Auftakt zu einer eigenen Webinar-Reihe zum Zauberschloß darstellen:

Der Ideenreichtum dazu ist offensichtlich so groß, daß wir beschlossen haben, uns einmal im Monat online zu treffen, um dabei ausdrücklich das Zauberschloß und seine Umgebung zu erkunden und deren Anwendungsmöglichkeiten zu enträtseln! Mit dem Abo erhältst du die 12 Webinare diesen Jahres zum Preis von 10. (Voraussetzung für die Teilnahme an einzelnen Spezial-Didaskalia oder dem Abo ist, daß du schon erste Erfahrungen mit dem Zauberschloß gemacht hast – entweder im Phantasmaion-Kurs oder auf meinem Seminar „Folge deiner Bestimmung“.)

Durch das Zauberschloß tritt dir deine innere Mythologie einladend und einleuchtend entgegen. Begib dich mit ihm nach Mundus imaginalis:

Ja, ich will gemeinsam auf innere Reisen gehen!

Seien es Ideen, Fruchtkörper oder Geschichten – ich beobachte an ihnen drei Kriterien harmonischen magischen Wirkens: Sie sind unaufdringlich, jedoch unwiderstehlich … und vielleicht gerade deswegen unaufhaltsam.

Was steht zwischen dir und der Magie? Teil 3: Komfortzone

By Magieschule,

Zu einem magischen Leben gehört es, sich willentlich dafür zu entscheiden (darüber habe ich im letzten Artikel geschrieben) – das bringt dich in Kontakt mit den unsichtbaren Kräften und Wesen der Welt, deren inhärente Qualitäten du mit der Zeit näher kennenlernst, so wie es bei guten Freunden der Fall ist. Das ist eine wichtige Grundlage. Aber dann kommt der Schritt von der Theorie in die Praxis, wo du es dir tatsächlich erlaubst, mit ihnen zu kooperieren, sei es Baum, Fluß oder Berg, persönlicher Begleiter oder Spirit in anderer Gestalt:

Dieser Schritt ist immer auch ein Schritt über die Komfortzone hinaus. Es geht darum, bewußt die Schwelle zu übertreten und dich ein Stück weit ins Unbekannte aufzumachen. Magie mag überall vorhanden sein, aber dort, im Neuland, entfaltet sie ihre Wirkung. Und etwas in uns findet immer wieder Ausreden dafür, sich nicht auf dieses Abenteuer einlassen zu müssen:

  • „Ich weiß noch nicht genug darüber.“ (Das wirst du nie.)
  • „Aber ich bin noch nicht reif genug.“ (Du reifst durch das praktische Anwenden deiner Fähigkeiten.)
  • „Erst muß ich den Weg klarer vor Augen haben.“ (Der entsteht ja bekanntlich oft erst beim Gehen.)
  • „Das ist aber gefährlich.“ (Nichts ist ungefährlich. Darum lernt man die Dinge auch Schritt für Schritt – nicht zuletzt in der täglichen Praxis.)
  • „Und wenn was schiefgeht?“ (Das wird es ziemlich sicher. Nicht anders als beim Üben einer Fremdsprache oder eines Musikinstruments, beim Flirten oder beim Sport. Auf diese Weise wirst du besser.)
You shall not pass!

Jener Part in uns, von dem solche und ähnliche Aussagen kommen, ist unser Zensor. Er bestimmt mit allen Vor- und Nachteilen, was wir für uns als möglich erachten … und das ist selten zu unserem Vorteil. Der Zensor will in erster Linie, daß die Dinge so bleiben, wie sie sind. Er reduziert das Potential zur Veränderung. Das heißt natürlich nicht, daß du deswegen aufhören solltest, die Dinge zu hinterfragen oder dich blindlings in jede Unwägbarkeit zu stürzen. Ein wacher Geist ist unabdingbar!

Es verlangt auch niemand, daß du schutzlos aufs offene Meer hinausschwimmst, bis dich die Kräfte verlassen. Immerhin gibt es zuverlässige Boote dafür – man nennt sie Ritual. Und ein solches haben wir gemeinsam im 12. Webinar durchgeführt. Es wird dich auch nachträglich noch bei deinem Schritt über die Komfortzone hinaus begleiten:

Ja, ich möchte mich als Magier deklarieren!

Dabei wirst du merken, daß du im Unbekannten nicht allein bist und vom Feld aller bisherigen und zukünftigen Expeditionsteilnehmer gestärkt wirst. Wage dich hinaus ins Abenteuer, es gibt viel zu entdecken!

Was steht zwischen dir und der Magie? Teil 2: Ethik

By Magieschule,

Mit dem letzten Blogartikel habe ich begonnen, eine Reihe von Gründen zu hinterfragen, die es Menschen erschweren können, Magie zu praktizieren … natürlich ist es wichtig, sich theoretisches Wissen anzueignen, aber noch wichtiger ist es, sich aus dem Ohrensessel zu erheben und in den Kreis zu treten!

Dazu braucht es eine bewußte Entscheidung – und die Bereitschaft, die Verantwortung für die Konsequenzen deines Zaubers zu übernehmen. Und genau an diesem Punkt schrecken viele gefühlsmäßig zurück, weil sich damit auch eine grundsätzliche Frage stellt: Darf man das überhaupt? Ist es „erlaubt“, Magie zu betreiben? Ist es ethisch, etwas zu wollen und dafür zu zaubern?

Etwas zu wollen ist zunächst einmal nichts Verwerfliches. Schließlich hätten wir gar nicht überlebt, ohne etwas zu wollen: Wärme, Nahrung, Körperkontakt; und das haben wir auch lautstark und nachdrücklich eingefordert! Allerdings kann das Wollen auch seines eigentlichen Charakters beraubt werden und zur Gier ausarten, mit allen verheerenden Folgen. Mein Verständnis einer rückstoßfreien Magie und eines freudvollen Lebens beruht darauf, daß Geben und Nehmen in Balance sind.

Wasserfall bei St. Nectan’s Glen. Leben im Einklang.

Aber ist es nicht ein unlauterer Vorteil, Magie einzusetzen, um das zu bekommen, was wir wollen? Meine Antwort auf diese Frage ist: Wir nutzen ständig die Talente, mit denen wir zur Welt kommen und die wir weiter ausbilden, seien es körperliche, intellektuelle, kreative, soziale, sprachliche usw. Sie zu schulen ermöglicht uns zum Beispiel ein tieferes Verständnis für andere Kulturen, harmonischere Beziehungen, anspruchsvollere Ausbildungen oder Beförderungen. Magie ist da nicht anders! Und sie ist schon gar keine Abkürzung: Magische Fähigkeiten zu trainieren erfordert genauso Disziplin und Ausdauer wie eine Fremdsprache zu lernen, eine Sportart oder ein Musikinstrument zu meistern. Daran Freude zu haben und anderen Freude zu bereiten, sich dadurch das Leben leichter zu machen und damit auch etwas zu verdienen – darin sehe ich nichts Unethisches.

Einen Impuls, um den innerlichen Schritt in die magische Praxis zu wagen, gab es beim letzten Webinar. Dort haben wir gemeinsam ein Ritual durchgeführt, um Ja zur Magie zu sagen. Du kannst es auch nachträglich jederzeit für dich vollziehen und dich dem Feld anschließen, das wir geschaffen haben:

Ich will auch am Ritual teilnehmen!

Damit stärkst du nicht nur dieses Feld und alle, die daran teilgenommen haben und noch daran teilnehmen werden – du profitierst auch von den wohlwollenden Energien der anderen. Das dient dem gegenseitigen Wachstum und Gedeihen … und das finde ich überaus ethisch.

Was steht zwischen dir und der Magie? Teil 1: Mitgestaltung

By Magieschule,

In den letzten Wochen beobachte ich eine etwas ambivalente Entwicklung: Mehr und mehr Menschen interessieren sich aufrichtig für Magie – und scheinen gleichzeitig eine Art instinktive Scheu davor zu haben, sich Magier zu nennen beziehungsweise Magie tatsächlich zu praktizieren. Dem liegen offenbar einige gesellschaftliche Ungewißheiten und Befürchtungen zugrunde und einigen ganz typischen davon möchte ich hier in einer kleinen Artikelreihe nachgehen.

Eine erste Überlegung führt mich zu einer häufig anzutreffenden, scheinbaren Dualität. Auf der einen Seite kannst du dich als getrennt von der Welt empfinden und überhaupt nicht den Eindruck haben, daß dein Bewußtsein Auswirkung auf sie haben könnte – das ist die Position des philosophischen Materialismus. Auf der anderen Seite kannst du alles als eins begreifen und gar keinen Impuls verspüren, etwas verändern zu wollen, weil alles schon vollkommen ist – das ist die Position des Mystikers.

Magie als Mittelweg

Und dann gibt es Menschen, die das Bedürfnis spüren, mit der Welt zu interagieren, um Veränderungen hervorzurufen. Das sind die Magier. In dieser Position findet sich weder ein ohnmächtiges Danebenstehen noch ein anspruchsloses Darüberstehen, sondern ein verantwortungsbewußtes Mitgestalten.

Das stellt in meinem Verständnis übrigens nicht notwendigerweise einen Widerspruch zur Mystik dar. Ich gehe ebenfalls von einer fundamentalen Einheit und Vollkommenheit aus, in die ich eingebunden bin, … in der ich aber auch ein Mitspracherecht habe und die ich kreativ miterschaffe. Wie das konkret funktioniert? Darüber gibt es in unserer Kultur oft nur noch oberflächliche, unzureichende Kenntnisse. Das Wissen über die Funktionsweise unserer Imagination und Intention wurde diskreditiert und verwässert; in den Kursen und Webinaren der Magieschule bereite ich es wieder methodisch auf.

Didaskalion – ein Schlüssel zur Welt der Magie!

Apropos Webinare: Ich halte den monatlichen Live-Austausch mit den Teilnehmern der Magieschule inzwischen für eine der wichtigsten Hilfestellungen der Ausbildung. Die regelmäßige Gelegenheit zur praktischen Klärung und Vertiefung aktueller Themen ist einfach fantastisch! Entsprechend haben wir uns zuletzt nicht nur unterschiedlichen Ängsten bezüglich magischer Praxis gewidmet, sondern auch ein gemeinsames Ritual durchgeführt, um den eigenen magischen Weg zu bekräftigen – mit beeindruckenden Ergebnissen. Es braucht nur eine einfache Vorbereitung; durch die Aufzeichnung kannst du es jederzeit selbst bewerkstelligen und dich in das Feld einklinken, das da geschaffen wurde. Es wird dadurch nur stärker und verbindet dich mit deiner Schöpferkraft. Hier kannst du daran teilnehmen:

Ich will Unterstützung für meinen magischen Weg!

Sobald du die Fähigkeit deines Bewußtseins annimmst, Realität zu gestalten, stellt sich erfahrungsgemäß bald eine weitere grundlegende Frage: Ist es überhaupt statthaft, Magie einzusetzen, um zu bekommen, was du willst? Das bespreche ich im nächsten Artikel.