Welchen Talisman trägst du stets bei dir?

By Magieschule,

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Auf einer Irland-Reise hatte ich ein paar meiner Kristalle dabei, um sie mit der Qualität der uralten Kraftorte in Kontakt zu bringen und aufzuladen. Vor allem mein Doppelender (der erste Kristall, der mich fand und schlagartig und dauerhaft seine Trübung verlor, als ich ihn in die Hand nahm … aber das ist eine andere Geschichte) begleitete mich schon damals als Talisman; ich „fütterte“ ihn regelmäßig und teilte besonders schöne Momente mit ihm.

Ergriffen hielt ich ihn in der zentralen Kammer der Anlage von Newgrange an mein Herz, genoß mit ihm den Frieden in Clonmacnoise und gemeinsam begrüßten wir den Autograph Tree in Lady Gregorys Coole Park, in dessen Rinde sich viele irische Schriftsteller verewigt hatten. Ein absolut magischer Moment war es, ihn im Burren im Licht der untergehenden Sonne auf den fast 5000 Jahre alten Poulnabrone-Dolmen zu betten.

Stein, Regen, Wind und Licht: alle Elemente in einem Moment im Talisman vereint

In der Nähe der atemberaubenden Cliffs of Moher hatte ich noch die Gelegenheit, meine Kristalle im Atlantik zu waschen – was für ein Unterschied zum Leitungswasser, wie sehr sie sich darüber freuten! Ich erinnere mich gut daran, wie schön es war, diese wunderbaren Augenblicke mit ihnen zu teilen und in ihnen abzuspeichern. Bei so einer Gelegenheit fragte ich mich dann auch, ob es möglich wäre, einen Talisman zu haben, der bei allen wichtigen Ereignissen meines Lebens zugegen wäre.

Nicht ganz Meer, nicht ganz Festland – die Kraft der Übergänge in der Brandung

Und die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Natürlich hatte ich so etwas: meinen Körper! Das ist eine spannende Herangehensweise – betrachte deinen Körper als Talisman und behandle ihn als solchen … und das Erleben der Welt wird plötzlich äußerst magisch.

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Daran erinnert mich auch diese Sufi-Geschichte aus Qabalah of 50 Gates von Steven Ashe (Übersetzung von mir):

Das fünfzehnte Tor (Gebura von Jesod)

Ein junger Mann traf auf einen sehr alten Mann, der am Wegesrand saß und seine Hände an den Flammen eines selbstgebauten Feuerchens wärmte. Er setzte sich neben ihn und bot ihm einen Schluck aus seiner Flasche und ein paar Feigen an.

Nachdem sie reichlich Höflichkeiten ausgetauscht hatten, sagte der alte Mann: „Als ich jung war, war ich ein Schüler des Mullahs, aber ich lief fort. Ich bereue es zutiefst.“

„Warum hast du dich von der Weisheit des Mullahs abgewandt?“ erkundigte sich der junge Mann.

Der alte Mann erwiderte: „Ich war ein ganzes Jahr lang Novize gewesen, dann bat ich den Mullah, mir den Namen meines höheren Engels zu verraten. Er flüsterte ihn mir ins Ohr, aber ich war zu jung, um seine Antwort zu verstehen. Ich dachte, er würde mich täuschen, also verließ ich ihn.“

„Welchen Namen hat er dir genannt, alter Mann?“, fragte der junge Mann. „Es war mein eigener Name“, seufzte der alte Mann.