Servitoren – dein selbstgemachtes Support-Team (Abenteuer mit den Spirits)

By Magieschule,

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Wäre es nicht praktisch, an manche Aufgaben nicht ständig denken zu müssen und auslagern zu können? So ein magisches Helferlein zu haben, das ein absoluter Spezialist auf seinem Gebiet ist, dir die Arbeit erleichtert und dir hilft, dein Ziel zu erreichen?

Das sich zum Beispiel darum kümmert, deinen energetischen Schutz zu überwachen und dich rechtzeitig warnt, wenn Gefahr im Verzug ist? Das dir Kontakte und Aufträge zuschanzt? Das dir Hinweise eingibt, wie du auf heikle Situationen souverän reagierst? Das dich daran erinnert, unliebsame Aufgaben zu erledigen, die du gern vor dir herschiebst und dich auch bei deren Erledigung unterstützt?

„How might I be of service?“

Es gibt Möglichkeiten, solche Wesen nach deinen Wunschvorstellungen zu erschaffen und sie Aufträge für dich ausführen zu lassen. Der Begriff, der sich (insbesondere durch die Chaosmagie) für sie eingebürgert hat, ist „Servitoren“. Sie sind bis zu einem gewissen Grad bewußt und autonom und erledigen ihren Job entsprechend deiner Vorgaben. Sie können aber auch ein kapriziöses Eigenleben entwickeln und störrisch werden, wenn du sie schlecht behandelst.

Dementsprechend sind die Beschreibungen ähnlicher dienstbarer Geister und Homunkuli in der Geschichte der Magie keine Seltenheit – und gehen oft mit entsprechenden Mahnungen einher: Wer mit diesen Wesen nicht richtig umzugehen weiß, muß mit einem folgenreichen Nachspiel rechnen. Man denke etwa an Goethes Zauberlehrling, den rasenden Golem … oder die Schwierigkeiten, die sich durch meine Lieblings-Idee eines „magischen Hausangestellten“ ergeben, eines Ondageists.*

Um dabei etwaige Klippen zu umschiffen, kannst du auf bestehende Systeme zurückgreifen (wie die Forty Servants von Tommie Kelly) oder einem erprobten Vorgehen folgen, um so einen Dienstgeist aus deiner Geisteskraft zu formen und für spezielle Aufgaben zu „programmieren“. Ich stelle es im Theurgion-Kurs vor:

Ja, ich möchte mit Servitoren zusammenarbeiten!

Dort erfährst du auch, was es mit ähnlichen Wesen wie Familiaren, Psychogonen, Tulpas und Egregores auf sich hat und wie das Zusammenspiel mit solchen Spirits möglichst zu einer Win-win-Situation für alle wird.

* Eine Schöpfung von Terry Pratchett. Ein Ondageist ist das Gegenteil von einem Poltergeist und hat eine zwanghafte Obsession für Sauberkeit und Ordnung. Es macht ihn glücklich, Dinge wieder an ihren Platz zu bringen; das ist im Haushalt überaus nützlich, weil er stets aufräumt, kann aber auch lästig werden, weil er so pedantisch ist, daß er damit nie aufhört. Um in Ruhe kochen zu können, muß man zum Beispiel Salz und Zucker in einer Schüssel verrühren, damit er eine Zeitlang beschäftigt ist, die einzelnen Körner wieder auseinander zu picken und in ihre jeweiligen Gefäße zu befördern, während man das Essen zubereitet.

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