Der Segen des Gehörnten (Abenteuer mit den Spirits)

By Magieschule,

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Stell dir vor, du kommst zu einer Veranstaltung mit einem exklusiven VIP-Bereich … und wirst vom Türsteher einfach durchgewunken, weil du den Chef gut kennst. So einen Zugang zu besonderen Spirits ermöglicht mir der Kontakt mit einer Wesenheit, die in der Kunstgeschichte als „Grüner Mann“ bezeichnet wird.

Du kennst sicher entsprechende Abbildungen von ihm – es ist ein Gesicht, das aus Blattwerk hervorschaut und aus dessen Mundwinkel sich oft auch Ranken winden. Es ist der personifizierte männliche Teil der Natur, ein Symbol der Fruchtbarkeit und Zeugungskraft.

Green Man

Er ist ein uralter Archetyp: der König der Anderswelt, der Herrscher über die Natur(geister), Jäger, Verführer und Genießer, der stirbt, um erneut geboren zu werden. Und mehr noch. Er ist ein mächtiger Spirit, der in verschiedenen Mythologien auftaucht. Seine Aspekte finden sich u. a. in der Gestalt des Herrn der Tiere, des Pan, Dionysos, Dumuzi, Tammuz, Cernunnos, Dagda und Gwynn ap Nudd, er zeigt sich als Herne the Hunter, Oberon, Freyr oder Erlkönig (von dänisch Ellerkonge = Elfenkönig).

Wenn man so will, ist er meine Hauptgottheit. Schon in meiner Kindheit war ich zutiefst ergriffen, wenn ich Darstellungen von ihm sah; er hatte etwas Ehrfurchtgebietendes an sich, das mich gleichermaßen erschreckte und anlockte. Als ich zum ersten Mal direkten Kontakt zu ihm bekam, befand ich mich in Trance und wurde von ihm „übernommen“. Das war so überwältigend, daß ich beinahe vom Stuhl gefallen wäre, auf dem ich saß und aufgefangen werden mußte. Ich hatte dabei das körperliche Empfinden, wie sich mein Körper geradezu in seinen verwandelte: Es war, als wäre ich drei Meter groß, ich spürte, wie mir Geweih und Hörner aus dem Kopf wuchsen, wie meine Nase zu Nüstern wurde, mit denen ich witterte, meine Haut war über und über mit Spiralen tätowiert, ich hatte spitze Ohren, einen stolzen Phallus und Bocksbeine.

Cernunnos-Büste des Künstlers Neil Sims.

Sein Blick ist streng, aber nicht bösartig. Er tritt majestätisch auf und kann schon mal einschüchternd wirken, obwohl ich ihn als überaus gütig erlebe. Ich erkenne ihn vor allem auch an seinem schallenden Lachen.

Durch unsere Verbindung hat sich mir ein instinktiveres Verständnis für die Heilkraft von Pflanzen erschlossen. Er half mir dabei, meinen Weg zu Beziehungsmodellen zu finden und zu stärken, die mir entsprechen, abseits von stereotypen Vorstellungen, und seine ekstatische Wesensart ließ mich Motive der Heiligen Hochzeit und Sexualmagie besser nachvollziehen (auf die ich bei meinem Interview beim diesjährigen Online-Tantrakongreß etwas eingehe – klick hier für deinen kostenlosen Zugang).

Im Theurgion-Kurs stelle ich dir Möglichkeiten vor, deine Beziehung zu Gottheiten zu vertiefen und magisch zu nutzen:

Ja, ich will Gottheiten für mich entdecken!

Götter gehören zu den Geheimnissen des Universums. Manchmal sind sie das Universum. Ergründen wir es.