Month: April 2021


Die Brücke zwischen den Welten

By Magieschule,

„Ein Leser durchlebt tausend Leben, ehe er stirbt“, schreibt George R. R. Martin. „Der Mann, der nie liest, lebt nur sein eigenes.“ Eine Bekundung, der ich begeistert zustimme – wie wahrscheinlich viele andere, die sich regelmäßig in Büchern vergraben und die Welt um sich herum vergessen … weil die andere Welt, die sie gerade erkunden, so bedeutsam und wunderbar ist.

Kennst du dieses Phänomen auch? Vor Kurzem hat man herausgefunden, daß das nicht nur eine bildhafte Umschreibung ist: Eine Studie an der Ohio State University konnte nachweisen, daß Menschen in ihrer Wahrnehmung tatsächlich mehr und mehr zu fiktionalen Charakteren „werden“, je mehr sie imstande sind, sich auf eine literarische Schöpfung einzulassen. Der Bereich des Gehirns, der besonders aktiv ist, wenn sie an sich selbst denken, wird genauso genutzt, wenn sie an Roman-Figuren denken, mit denen sie sich identifizieren. Eine buchstäbliche Verschmelzung des Ichs mit einer imaginablen Gestalt!

Netzfund © Chris Riddell

Bis zu einem gewissen Grad bewohnen wir also die Protagonisten unserer Geschichten, sehen die Welt durch ihre Augen und erleben, was sie erleben. Dadurch wird auch auf neurologischer Ebene nachvollziehbar, was die großen Erzähler aller Zeiten schon immer gewußt haben: wie tiefgreifend Geschichten uns verändern können. Nicht nur gewußt, wohlbemerkt – sondern auch zielführend eingesetzt.

Wenn wir uns mit den Figuren aus mundus imaginalis so umfassend verbinden können, dann erbauen wir damit eine Bewußtseinsbrücke:

  • Zum einen bereisen wir damit ihre Welt und werden davon inspiriert,
  • zum anderen erlauben wir ihnen gleichermaßen, Erfahrungen in unserer Welt zu sammeln.

Es ist eine narrative Zweiwegkommunikation, die sich zu einer magischen Kooperation entwickeln kann. Das nenne ich Mythomagie, und wie sie funktioniert, beschreibe ich im Phantasmaion-Kurs:

Ja, ich möchte mehr über Mythomagie herausfinden!

Ein zentrales Element dieser Magie ist deine Imagination. Du kannst sie verwenden, um dich zu entmutigen, in Angst zu versetzen und zu sabotieren. Auf die gleiche Weise kannst du sie aber auch einsetzen, um Wahrscheinlichkeiten zu verändern, deine Geschichte neu zu schreiben und dein Leben zu transformieren. Mit anderen Worten: Du kannst mit deiner Imagination der Realität entfliehen … oder sie aktiv mitgestalten.

Die Einladung des Mythischen und Paranormalen

By Magieschule,

Mit meinen beiden ersten Online-Vorträgen kannst du dich auf Spurensuche für die Erschaffung neuer Mythen begeben! Ich erzähle dir, wie J. R. R. Tolkien zu seiner grandiosen Weltenschöpfung inspiriert wurde, welche Bedeutung sie für die Magie der Imagination hat … und auf welche Weise sie wiederum uns inspirieren kann.

Besuche gemeinsam mit mir Mittelerde und tauche ein in den Zauber der Geschichten um den Gesang der Ainur und das Licht, das älter ist als Sonne und Mond. Laß dich davon berühren und erlebe, wie es dich verändert – entweder live via Zoom-Meeting oder nachträglich in der Video-Aufzeichnung. Morgen geht’s los!

Ich bin ja restlos fasziniert davon, wie sehr Geschichten unser Erleben formen – sei es im privaten Rahmen oder im kollektiven Geschehen, sei es in alltäglichen Erfahrungen oder in erweiterten Bewußtseinszuständen wie in magischen Ritualen. Sogar so außergewöhnliche Erlebnisse wie der Kontakt mit den „Besuchern“, wie der bekannte Autor Whitley Strieber sie in seinen Büchern zum UFO-Phänomen und zu Entführungserlebnissen nennt, sind maßgeblich durch Geschichten geprägt:

Er ist sich dessen bewußt, daß die Art und Weise, wie er seine teilweise erschreckenden Begegnungen wahrgenommen hat, von den billigen Science-Fiction-Filmen gefärbt ist, die er in seiner Kindheit gesehen hat. Also schlußfolgert er in The Super Natural, einem sensationellen Buch, das er gemeinsam mit dem visionären Religionswissenschaftler Jeffrey Kripal verfaßt hat, daß wir bessere Science-Fiction-Filme produzieren müssen, um bessere Kontakt-Erfahrungen zu bekommen.

Das Paranormale und das Mythische umgeben uns ständig. Sie laden uns ein, mehr aus unserem Leben zu machen – und zwar durch Mythomagie. Folgst du ihrem Ruf?

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