Month: October 2020


Die Totenbeschwörer von Thailand

By Magieschule,

Samhain steht bevor, Allerheiligen, Halloween, das Fest der Toten. Zeit für Geistergeschichten! Wie wäre es mit waschechter Nekromantie aus einem Land, in dem es bis heute ungebrochene animistische Traditionen gibt? Die Rede ist von Thailand – offiziell bekennen sich die meisten Menschen dort zum Buddhismus, aber der ist „für die Erleuchtung“. Damit’s einem im alltäglichen Leben besser geht, gibt’s Magie. Und die funktioniert vereinfacht gesagt so:
 
Wenn ein Mensch oder Tier „vor seiner Zeit“ stirbt (z. B. durch Unfall, Mord oder Selbstmord), ist die Seele erzürnt darüber, daß ihr so viel Schönes im Leben vorenthalten wurde. Dieser Ärger ist aber eine schlechte Ausgangsposition für eine schöne nächste Inkarnation. Also bietet ihr ein Kruba oder Ajarn – ein thailändischer Gelehrter und Zauberer – die Möglichkeit an, sich gutes Karma für die nächste Runde zu verdienen … und zwar, indem die Seele einem Menschen hier auf Erden hilft. Das entspricht sehr der thailändischen Mentalität: Man ist einfach entgegenkommend und hilfsbereit. Das dehnt sich eben auch auf das Zusammenleben mit den Verstorbenen aus!
 
Jemand, der schon in seinem irdischen Leben Macht und Autorität besaß, kann auch anderen nach seinem Tod behilflich sein, mehr davon zu entwickeln. Glücksspieler, die sich erhängt haben, können irdischen Glücksspielern zur Seite stehen, erstochene Lady Boys können leicht für sexuelle Abenteuer sorgen, vom Blitz erschlagene Mönche tragen dazu bei, mehr Mitgefühl zu entwickeln, ertrunkene Tiere, vor denen man sich generell fürchtet, schützen vor negativen Einflüssen und schwarzmagischen Angriffen. Besonders begehrt sind Schwangere, die unvorhergesehen aus dem Leben geschieden sind – da helfen einem nämlich gleich zwei Seelen.

Ritual bei Ajarn Suea. Bild von Jenx

Damit die Seelen wissen, wem auf der Erde sie Dienste erweisen können, gibt es sympathiemagische Bindeglieder: Teile ihrer Kleidung oder ihres Körpers, die zu Talismanen und Amuletten gemacht werden. Da bekommt man dann also Teile vom Totenhemd, Haarbüschel, Krallen, zermahlene Knochen, Leichenwasser und Ähnliches, das zu günstigen Zeiten gesammelt und zu kunstvollen Anhängern weiterverarbeitet wird, die dann in aufwendigen Zeremonien im Tempel gesegnet, bebetet und geweiht werden, bevor man sie kaufen kann.
 
Du willst Beredsamkeit? Wie wäre es mit der Zunge eines erschossenen Politikers? Oder mehr Sex? Da gäbe es die getrocknete und in Öl eingelegte Yoni einer Prostituierten. Oder vielleicht größeren Reichtum? Da könnte ein Geist bei dir einziehen, der dir in deinen Träumen entsprechende Anlagetips zuflüstert. Natürlich alles nur, wenn du die Spirits gut behandelst, ihnen Mantras vorsingst, Räucherstäbchen anzündest und dich regelmäßig für ihre Arbeit bedankst! Sonst können sie ungemütlich werden. Was für unsere Ohren oft wie ein Groschenroman klingt, ist in vielen Regionen Thailands (aber auch von Birma, Laos und Kambodscha) gelebte Praxis.

Mein Schutz-Takrut

Das ist natürlich nur ein winziger Einblick in ein hochkomplexes magisch-religiöses System, das auch astrologische, numerologische und alchemistische Elemente enthält. Klarerweise wird damit auch viel Schindluder getrieben, Touristen abgezockt und Käufern auf Onlineshops unseriöse Versprechen gemacht. Dennoch gibt es echte Zauberer, deren Produkte enorme Power haben. Davon konnte ich mich bei einigen selbst überzeugen. Unter anderem bewahrte mich ein sogenanntes Takrut zweimal kurz hintereinander davor, in einen Autounfall verwickelt zu werden. Wenn dich diese Art der Zauberei interessiert, findest du mehr Information (und vor allem authentische Gegenstände) auf der Seite von Peter Jenx: www.thethaioccult.com
 
Mehr Inspiration zur magischen Kooperation mit jenen, die uns vorausgegangen sind, findest du im Theurgion-Kurs:

Ja, ich möchte meine Ahnen ehren!

Nutzen wir diese Tage, um uns der Unterstützung unserer Ahnen zu versichern und sie wieder mal zu besuchen – auf dem Friedhof, im Ritual und in deinen Träumen. Richte ihnen liebe Grüße aus!

Geistesgegenwart im schwierigen Fahrwasser

By Magieschule,

Unser Bewußtsein hat Einfluß auf die Realität und wir haben die Fähigkeit, sie aktiv mitzugestalten – das ist eine zentrale Prämisse unseres Abenteuers. Damit wir dabei nicht völlig planlos unterwegs sind und strategisch vorgehen können, lohnt es sich, sowohl eine Landkarte als auch eine Vision zu haben, an denen wir uns orientieren können: Wie sieht das Terrain vor uns aus und wofür zaubern wir überhaupt?

Meine Ausrichtung besteht darin, an einer lebenswerten Zukunft für uns alle mitzuwirken. Um mich bei dieser Vorgehensweise besser zurechtzufinden, greife ich u. a. auf die Ergebnisse zurück, die in einem großangelegten Zukunftsprojekt auftauchen, das ich seit 2014 zusammen mit meinem Freund und Kollegen Rudolf Stark betreibe und an dem befreundete Magier, die Remote Viewer der Academy of Mind und weitere interessierte Menschen beteiligt sind. In mittlerweile über 100 interdisziplinären Arbeiten ergaben sich erstaunlich kohärente Aussagen, mit denen wir im Herbst 2017 erstmals an die Öffentlichkeit gingen, und zwar in der CROPfm-Sendung „Eine neue Zukunft sehen“.

Illustration: Matthias Töpfer >> www.bilderdaemmerung.de

In dieser Sendung stellten wir auch eine Metapher vor, die für uns die kommende Zeit am besten beschreibt – nämlich die eines kollektiven Trips. Wir gingen davon aus, daß er mit 2020 so richtig losgehen würde. Inzwischen sind wir ehrlich verblüfft, wie treffsicher wir da waren. Inzwischen scheint sich sogar eine Beschleunigung abzubilden: Die Landmarken, die wir (und auch andere Menschen, die gar nichts von unserem Projekt wissen, auf ihren jeweiligen Fachgebieten) immer wieder beschrieben haben, rücken offensichtlich viel näher zueinander, so als ob die Timelines zusammengestaucht würden – die Ereignisse überschlagen sich beinahe.

Wir spürten bereits letztes Jahr, daß wir uns „warm anziehen“ und umsichtig vorgehen müssen, um die Wellen dieses Trips möglichst gelassen und freudvoll zu surfen. Dafür gaben wir in einem Video auf unserem YouTube-Kanal Reicher & Stark einige konkrete Tips:

7 Strategien, um Weirdmageddon zu überstehen

Mittlerweile halte ich diese Vorgehensweisen für noch wichtiger als noch vor einem Jahr. Die Landkarte, die sich aus den divinatorischen Arbeiten in unserem Zukunftsprojekt ergab, hat mir sehr geholfen, von den Auswirkungen der Ereignisse dieses Jahres nicht überrollt zu werden … sie waren eben nicht unvorhergesehen.*

Die Informationen sind schon da. Um sie zu erhalten und besonnen zu interpretieren, ist es unerläßlich, unsere außersinnlichen Wahrnehmungsfähigkeiten zu schulen. Sie sind ganz natürlich in uns angelegt. Wie du sie freisetzt und übst, erfährst du im Theurgion-Kurs:

Ja, ich möchte meine Hellsinne entdecken und trainieren!

Je besser wir uns auf unsere eigenen Wahrnehmungen verlassen können, um so weniger laufen wir Gefahr, blinder Panikmache auf den Leim zu gehen und können unsere Energie dafür einsetzen, das labile Gleichgewicht, in dem wir uns zur Zeit befinden, in eine utopische Richtung kippen zu lassen.

* Trotzdem ärgere ich mich über willkürliche und unverhältnismäßige Maßnahmen und leiste Widerstand gegen die totalitaristische Aushöhlung unserer Grundrechte.