Wurzeln, Wunden, Widerstand und Wunder

Was geschieht, wenn erworbene Traumata so schmerzhaft oder gefährlich sind, daß nicht über sie gesprochen wird? Was, wenn das Leid so einschneidend ist, daß es den Angehörigen einer Generation oder Kultur nicht möglich ist, es zu heilen?

Dann werden die Folgen von Vertreibung, Gewalt, Willkür und Folter von den Opfern oft an ihre Kinder übertragen. Und wenn es diesen nicht gelingt, die Schrecken zu verarbeiten, geben sie die Nachwehen wiederum an ihre eigenen Kinder weiter; man spricht von transgenerationaler Weitergabe. All diese Traumata hinterlassen Spuren – und die ziehen sich nicht nur durch das Leben einzelner Menschen, sondern schlagen sich auch im kulturellen Gedächtnis der Gemeinschaft nieder … und können bedrohliche Ausmaße annehmen:

Diffuse, unerklärliche Ängste, Schuldgefühle, Verlorenheit, das Gefühl, eine Last tragen zu müssen, die nicht die eigene ist, die Befürchtung einer unmittelbar bevorstehenden Gefahr, chronische Traurigkeit, unkontrollierbare Reizbarkeit, eine spürbar schwere Atmosphäre, Schlafstörungen, ständige Anspannung oder das Unvermögen, Vertrauen aufzubauen – all das wird im Zusammenhang mit transgenerationalen Traumafolgen beschrieben. Auch wenn Betroffene das traumatische Ereignis nicht selbst erlebt haben, können sie die Folgen davon nach langer Zeit zu spüren bekommen.

Möglicherweise läßt sich auch die sogenannte Hexenwunde in diesem größeren Zusammenhang betrachten – ein Begriff, der sich in den letzten Jahren etabliert hat, um bis heute empfundene Nachwirkungen der Hexenverfolgungen zu beschreiben. Viele Menschen, die sich der weiblichen Urkraft und ihren magischen Fähigkeiten zuwenden, berichten von einer fast instinktiven Scheu, damit sichtbar zu werden.

Wieviel davon hat mit überlieferten kulturellen Botschaften über Ausgrenzung, Verfolgung und die Gefahren des Andersseins zu tun?

 

Resilienz und die Kraft der Ahnen · Magieschule Bernhard Reicher

 

Die gute Nachricht lautet: Über Generationen werden nicht nur Belastungen weitergegeben. Auch Resilienz, Bewältigungsstrategien, Wissen und stärkende Beziehungen können weiterwirken.

Aus magischer Perspektive läßt sich das noch weiter fassen: Wir können uns mit den Schutzkräften unserer Ahnen verbinden.

Unter anderem darüber spreche ich in meinem Interview, das den Hexenwunden-Kongreß einläuten wird. Danach stehen viele weitere Gespräche mit den anderen Speakern auf dem Programm!

Neun Tage lang, vom 18.–26. September, werden die Beiträge ausgestrahlt. Es ist ein dichtes Programm, in dem wir das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Wege aufzeigen, wie du dich mit deinem intuitiven Wissen, Mutter Erde und den kosmischen Rhythmen wieder verbinden kannst.

 

Besuche den Hexenwunden-Kongreß!

 

Wir tragen mehr in uns als nur unsere eigene Geschichte.
Wunden ebenso wie Widerstandskraft. Ängste ebenso wie Wissen.
Aber wir können entscheiden, was davon durch uns weiterwirken soll.
Was darf mit dir enden – und was möchtest du weitertragen?

September 16, 2026

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