Kurz vor der Geburt

Welche Worte verwende ich, um auszudrücken, wie’s mir gerade geht?

Es fühlt sich unwirklich und widersprüchlich an.
Wie alles und nichts. Ich bin voll und leer zugleich.

Denn plötzlich ist es soweit. Morgen beginnt „Mysterien des Pan“ – und nachdem ich mehrere Jahre an diesem Projekt gearbeitet habe, kann ich es noch nicht ganz begreifen, daß es jetzt tatsächlich real wird:

Der umfangreichste Lehrgang der Magieschule.
Der persönlichste. Und gleichzeitig der archetypischste.

Noch kannst du dich dafür bewerben!

Im Frühling 2021 erhielt ich den Auftrag dazu. Seither bin ich damit schwanger gegangen … und jetzt kommt es in die Welt. Was für ein Prozeß!

Die längste Zeit konnte ich mich dabei nur wie im Nebel vorantasten. Ich mußte mich gewissermaßen von einer Inspiration zur nächsten hangeln: Scheinbar grundlos fühlte ich mich dazu veranlaßt, bestimmte Orte aufzusuchen und neuartige Rituale auszuprobieren. Alte Geschichten wollten erschlossen und neue Kontakte geknüpft werden. Ich war darauf angewiesen, Visionen zu vertrauen und Verbindungen einzugehen, deren Bedeutung sich oft erst viel später offenbarte.

Bernhard mit Fey-Maske
Wenn ich allein an die verschlungenen Wege denke, auf denen diese Fey-Maske zu mir fand …!

Ständig notierte ich Einfälle, die erst zwei, drei Jahre später Sinn ergaben. Es war eine Unmenge an maßgeblichen Informationen. Und sie kamen nicht linear, sondern völlig durcheinander. Meistens konnte ich nur darauf hoffen, daß daraus ein schlüssiges Gesamtbild entstehen würde. Ich spürte nur: das wird was Großes!

Vor allem wollte es ja noch in nachvollziehbare Sprache und erlebbare Module gepackt werden. Von den technischen Herausforderungen, die das mit sich bringt, will ich gar nicht erst anfangen. Und währenddessen verlangten natürlich auch Ausbildungen, Salons, Seminare und weitere neue Kurse nach Aufmerksamkeit – abgesehen vom Privatleben und sozialen Kontakten.

Oft war ich einfach nur überwältigt und wußte nicht weiter.
Ich war aufgeregt und ruhig. Verwirrt und klar. Zaghaft und kühn.

Das alles ist sicher nicht untypisch für kreative Prozesse.
Und ebenso charakteristisch ist es für Pan: die Gegensätze in sich vereinend.

Vielleicht ist das ein guter Begriff dafür, wie’s mir gerade geht. Und daraus wird etwas Neues entstehen. Ich bin so neugierig darauf, was Pan mit uns vorhat! Denn ab jetzt gehört es nicht mehr nur mir – sondern allen, die sich gemeinsam mit mir auf den Weg machen. Einen Schritt nach dem nächsten.

Passenderweise findet der Lehrgang seinen Abschluß dann im Frühling … einen Tag vor der Walpurgisnacht. Frag mich dann nochmal, wie’s mir so geht.

November 26, 2025

Diese Blogartikel könnten dir auch gefallen:

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
>