Month: February 2020


Was steht zwischen dir und der Magie? Teil 2: Ethik

By Magieschule,

Mit dem letzten Blogartikel habe ich begonnen, eine Reihe von Gründen zu hinterfragen, die es Menschen erschweren können, Magie zu praktizieren … natürlich ist es wichtig, sich theoretisches Wissen anzueignen, aber noch wichtiger ist es, sich aus dem Ohrensessel zu erheben und in den Kreis zu treten!

Dazu braucht es eine bewußte Entscheidung – und die Bereitschaft, die Verantwortung für die Konsequenzen deines Zaubers zu übernehmen. Und genau an diesem Punkt schrecken viele gefühlsmäßig zurück, weil sich damit auch eine grundsätzliche Frage stellt: Darf man das überhaupt? Ist es „erlaubt“, Magie zu betreiben? Ist es ethisch, etwas zu wollen und dafür zu zaubern?

Etwas zu wollen ist zunächst einmal nichts Verwerfliches. Schließlich hätten wir gar nicht überlebt, ohne etwas zu wollen: Wärme, Nahrung, Körperkontakt; und das haben wir auch lautstark und nachdrücklich eingefordert! Allerdings kann das Wollen auch seines eigentlichen Charakters beraubt werden und zur Gier ausarten, mit allen verheerenden Folgen. Mein Verständnis einer rückstoßfreien Magie und eines freudvollen Lebens beruht darauf, daß Geben und Nehmen in Balance sind.

Wasserfall bei St. Nectan’s Glen. Leben im Einklang.

Aber ist es nicht ein unlauterer Vorteil, Magie einzusetzen, um das zu bekommen, was wir wollen? Meine Antwort auf diese Frage ist: Wir nutzen ständig die Talente, mit denen wir zur Welt kommen und die wir weiter ausbilden, seien es körperliche, intellektuelle, kreative, soziale, sprachliche usw. Sie zu schulen ermöglicht uns zum Beispiel ein tieferes Verständnis für andere Kulturen, harmonischere Beziehungen, anspruchsvollere Ausbildungen oder Beförderungen. Magie ist da nicht anders! Und sie ist schon gar keine Abkürzung: Magische Fähigkeiten zu trainieren erfordert genauso Disziplin und Ausdauer wie eine Fremdsprache zu lernen, eine Sportart oder ein Musikinstrument zu meistern. Daran Freude zu haben und anderen Freude zu bereiten, sich dadurch das Leben leichter zu machen und damit auch etwas zu verdienen – darin sehe ich nichts Unethisches.

Einen Impuls, um den innerlichen Schritt in die magische Praxis zu wagen, gab es beim letzten Webinar. Dort haben wir gemeinsam ein Ritual durchgeführt, um Ja zur Magie zu sagen. Du kannst es auch nachträglich jederzeit für dich vollziehen und dich dem Feld anschließen, das wir geschaffen haben:

Ich will auch am Ritual teilnehmen!

Damit stärkst du nicht nur dieses Feld und alle, die daran teilgenommen haben und noch daran teilnehmen werden – du profitierst auch von den wohlwollenden Energien der anderen. Das dient dem gegenseitigen Wachstum und Gedeihen … und das finde ich überaus ethisch.

Was steht zwischen dir und der Magie? Teil 1: Mitgestaltung

By Magieschule,

In den letzten Wochen beobachte ich eine etwas ambivalente Entwicklung: Mehr und mehr Menschen interessieren sich aufrichtig für Magie – und scheinen gleichzeitig eine Art instinktive Scheu davor zu haben, sich Magier zu nennen beziehungsweise Magie tatsächlich zu praktizieren. Dem liegen offenbar einige gesellschaftliche Ungewißheiten und Befürchtungen zugrunde und einigen ganz typischen davon möchte ich hier in einer kleinen Artikelreihe nachgehen.

Eine erste Überlegung führt mich zu einer häufig anzutreffenden, scheinbaren Dualität. Auf der einen Seite kannst du dich als getrennt von der Welt empfinden und überhaupt nicht den Eindruck haben, daß dein Bewußtsein Auswirkung auf sie haben könnte – das ist die Position des philosophischen Materialismus. Auf der anderen Seite kannst du alles als eins begreifen und gar keinen Impuls verspüren, etwas verändern zu wollen, weil alles schon vollkommen ist – das ist die Position des Mystikers.

Magie als Mittelweg

Und dann gibt es Menschen, die das Bedürfnis spüren, mit der Welt zu interagieren, um Veränderungen hervorzurufen. Das sind die Magier. In dieser Position findet sich weder ein ohnmächtiges Danebenstehen noch ein anspruchsloses Darüberstehen, sondern ein verantwortungsbewußtes Mitgestalten.

Das stellt in meinem Verständnis übrigens nicht notwendigerweise einen Widerspruch zur Mystik dar. Ich gehe ebenfalls von einer fundamentalen Einheit und Vollkommenheit aus, in die ich eingebunden bin, … in der ich aber auch ein Mitspracherecht habe und die ich kreativ miterschaffe. Wie das konkret funktioniert? Darüber gibt es in unserer Kultur oft nur noch oberflächliche, unzureichende Kenntnisse. Das Wissen über die Funktionsweise unserer Imagination und Intention wurde diskreditiert und verwässert; in den Kursen und Webinaren der Magieschule bereite ich es wieder methodisch auf.

Didaskalion – ein Schlüssel zur Welt der Magie!

Apropos Webinare: Ich halte den monatlichen Live-Austausch mit den Teilnehmern der Magieschule inzwischen für eine der wichtigsten Hilfestellungen der Ausbildung. Die regelmäßige Gelegenheit zur praktischen Klärung und Vertiefung aktueller Themen ist einfach fantastisch! Entsprechend haben wir uns zuletzt nicht nur unterschiedlichen Ängsten bezüglich magischer Praxis gewidmet, sondern auch ein gemeinsames Ritual durchgeführt, um den eigenen magischen Weg zu bekräftigen – mit beeindruckenden Ergebnissen. Es braucht nur eine einfache Vorbereitung; durch die Aufzeichnung kannst du es jederzeit selbst bewerkstelligen und dich in das Feld einklinken, das da geschaffen wurde. Es wird dadurch nur stärker und verbindet dich mit deiner Schöpferkraft. Hier kannst du daran teilnehmen:

Ich will Unterstützung für meinen magischen Weg!

Sobald du die Fähigkeit deines Bewußtseins annimmst, Realität zu gestalten, stellt sich erfahrungsgemäß bald eine weitere grundlegende Frage: Ist es überhaupt statthaft, Magie einzusetzen, um zu bekommen, was du willst? Das bespreche ich im nächsten Artikel.